Kommentar

Wie öffentlich ist die Kunst in der Stadt?


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Es war eine gute Idee von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, die Aktivitäten von Kunst im öffentlichen Raum in einem eigenen Fonds zu bündeln. Die Kunst auf Wiener Plätzen und in U-Bahn-Stationen lag weit hinter der Qualität der Public Art in anderen Bundesländern zurück. In Niederösterreich etwa hatte die Kulturabteilung der Landesregierung schon vor Jahren damit begonnen, nach Alternativen zu Brunnen und anderer Fußgängerzonenbehübschung zu suchen. Durch den Fonds Kunst im öffentlichen Raum (KÖR) können nun auch in Wien Gelder, die vorher in undurchsichtige Kunstprojekte flossen, in zeitgemäße Ideen gesteckt werden (siehe Artikel auf S. 62).

Die künstlerische Gestaltung öffentlicher Räume ist seit jeher ein Mittel sozialdemokratischer Symbolpolitik. Reliefs von Arbeiterfamilien schmückten noch in den 50er-Jahren die Fassaden der Arbeiterpaläste, steinerne Eisbären blieben bis in die 70er oft die einzigen Ideen einfallsloser Raumplaner. Auch konnte die Stadt so

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