"Wo sind die Weiber?"

Kultur | Klaus Nüchtern / Wuppertal | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

MUSIK Peter Brötzmann gilt als Exzessjazzer par excellence. Wahr daran ist, dass der 66-jährige Saxofonist über mehr Energie verfügt als die meisten, die bloß halb so alt sind. Der "Falter" besuchte den Musiker, der dieser Tage auch in Wien Station macht, während einer kurzen Tourpause in dessen deutschem Domizil.

Sind sie erst einmal in die Welt gesetzt, entwickeln Klischees ein Eigenleben, dem kaum etwas Einhalt zu gebieten vermag, am allerwenigsten die Realität. Peter Brötzmann steht für verbrannte Erde: Wo er hintrötet, regt sich hernach kein Grashalm mehr, ob es den Leuten gefällt oder nicht. Begegnungen sind überliefert, da soll der Saxofonist und Klarinettist einem devoten Adoranten, der ihm nach einem Konzert zu der gewohnt exzessiven Performance gratulierte, mit einem schnoddrigen "Mir ist es so was von scheißegal, ob dir unsere Musik gefallen hat" die kalte Schulter gezeigt haben. Und ein englisches Fachblatt illustrierte einen Artikel über den deutschen Freejazzpionier


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