Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Sauerstoff Der junge Moskauer Autor Iwan Wyrypajew hat ein lässiges Stück geschrieben, dessen Text wohl auch durch Lokalkolorit besticht und etwas mehr Aufmerksamkeit verdient, als ihm anlässlich der ersten Spielserie von Sandra Schüddekopfs Inszenierung im Transporter zukam. Die witzig-kunstvollen Bilder in Weiß (Bühne: Eva-Maria Schwenkel, Kostüme: Elke Gattinger) werden bei der Wiederaufnahme im Konzerthaustheater sicher besser zur Geltung kommen. Zu einem süffigen, originellen Getränk, wie es die weibliche Figur am Rande des Geschehens braut (Campari Frucade!), müssen sich Text und Darsteller erst noch vermengen. Miriam Smolka und Yuri Englert wirken souverän, sind es aber nicht ganz, wenn es um inhaltliche Klarheit geht, dagegen bestechen sie in der Handhabung der Requisiten. In "Sauerstoff" geht es um die Zehn Gebote, womit auch eine Struktur vorgegeben wäre, die jedoch ist nur ansatzweise zu bemerken. Die fetzige Musik (Rupert Derschmidt und Torge Krüger) beflügelt

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