Tier der Woche

Lichtreflexe


Peter Iwaniewicz
Stadtleben | aus FALTER 23/07 vom 06.06.2007

Es ist begrüßenswert, wenn Politiker tierische Sprachbilder verwenden, um mit dem Volk zu kommunizieren. Zum einen, weil es wie Biosprit diese Kolumne befeuert. Zum anderen, weil immer mehr Botschaft mittransportiert wird als vom Sender gewollt. Dieses Wochenende entblößte sich FPÖ-Parteichef Heinz-Christian Strache beim 28. ordentlichen (nein, die Alternative heißt nicht unordentlich) Parteitag mit dem Vergleich, Ausländer seien wie "vom Licht angezogene Motten". Ja, da kommt das Ungeziefer in Horden angeflattert und frisst uns Kleider und Vorräte weg. Viele Eier legen, das können sie, aber nicht jeder darf so ein schöner heimischer Edelfalter wie unsereins werden.

Immerhin sind bei uns vier von fünf Schmetterlingen sogenannte "Nachtfalter" oder eben Motten, wie diese Insektengruppe eher unwissenschaftlich genannt wird. Und diese werden bei uns immer weniger. 1950 wurden bei Zählungen noch 50.000 solcher Schmetterlinge in einer Nacht gefangen. Im Jahr 2000 sammelten Wissenschaftler

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