Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 24/07 vom 13.06.2007

Eine gewisse Enttäuschung will ich Ihnen gegenüber an dieser Stelle nicht verhehlen. Ich hatte gehofft, dass wenigstens ein paar Stimmen laut würden für eine Fortsetzung der legendären Wilbur-Serie, in der nicht nur ich selbst, sondern auch Hans Hurch von Zeichner Tex Rubinowitz verarscht werden. Gut, muss nicht sein. Oder dachten Sie, ich würde ohnehin nicht widerstehen können? Wir werden sehen, wie falsch Sie mit dieser Vermutung liegen. Dass niemand den von mir auf Zuruf von Rubinowitz gezeichneten Schneemann sehen wollte, verstehe ich ja. Aber den Hohn von Wilburs Spießgesellen? Gut, ich hör schon auf damit.

Vor allem in Anbetracht einer formidablen Beilage, die sich da unter dem wissend seufzenden Titel "Ach ja, die Postmoderne …" im Falter fand. Einen Übergang zum oben Gesagten bildet ein Text von Jean-Francois Lyotard über "Postmoderne für Kinder". Weiters finden sich Texte von Sarah Kofman, Matthias Greffrath, Peter Weibel, Rudolf Burger, Herbert Hrachovec und Wolfgang Pircher sowie Interviews mit Jacques Derrida (von Florian Roetzer), Christa und Peter Bürger (von Karl A. Duffek) und Peter Engelmann (von Birgit Wagner und Ernst Strouhal, die die Beilage zusammenstellten). Finanziert wurde das ansehnliche, von Walter Bohatsch angemessen gestaltete Kompendium durch die Hochschule für angewandte Kunst, die damals wirklich so hieß und von Rektor Oswald Oberhuber geleitet wurde. A. T.


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