Wem gehört was?

Vorwort | Eva Blimlinger | aus FALTER 24/07 vom 13.06.2007

KOMMENTAR Wenn Kunstraub nicht verjährt, dann soll das nicht nur für den Staat, sondern auch für Private gelten.

"Julia, bitte gib der Lena die Schaufel und das Küberl zurück, die Sachen gehören nicht dir, und wir müssen jetzt gehen, mach schnell." Julia mault, spricht etwas wie: "Warum habe ich keine Schaufel und kein Küberl, nur die blöde Guglhupfform?" Sie wirft widerwillig die Sachen zu Lena hinüber. Alltagsszenen in der Sandkiste.

Christian Feest, der Direktor des Völkerkundemuseums in Wien, will die Exponate, die er in seiner Sandkiste zu verwalten hat, genau genommen auch nicht zurückgeben. Wiewohl er nicht derjenige ist, der über die Kunst- und Kulturgegenstände verfügt, gehören doch die Exponate der Republik Österreich. Deren Vertreter haben über das Bundesvermögen zu entscheiden - was sie im Übrigen möglichst bald im Fall der mexikanischen Federkrone tun sollten -, den Direktoren bleibt da zum Glück meist nur das Maulen und Schnoferlziehen. Sie sollten aber,

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