Die Helden der Arbeit

Politik | Ingrid Brodnig / Kopenhagen | aus FALTER 24/07 vom 13.06.2007

DÄNEMARK Nirgendwo sind die Menschen so glücklich, und nirgendwo in der EU haben so viele einen Job. In Dänemark bitten die Arbeitnehmer sogar darum, gefeuert zu werden. Was läuft dort anders?

Vielleicht wird sie jetzt Gefängniswärterin. Das stellt sich Annemette Hansen spannend vor. "Da kann man auch Menschen helfen", meint sie. Gestern arbeitete die 33-Jährige noch in einer Kinderkrippe, nun steht sie vor dem dänischen Arbeitsamt, um sich arbeitslos zu melden. "Jobcenter" steht da in modernem Schriftzug. Bis vor kurzem hieß es noch "Arbejdsformidling". Doch dieser so bürokratisch klingende Name entsprach nicht mehr dem Image, das sich die Politik für die reformierte Arbeitsvermittlung vorstellte: Das neue Jobcenter ist vom Namen bis zur Farbe der PCs von oben bis unten auf Corporate-Identity-Linie durchdesignt. Und an den runden Tischen wartet der eigene Berater für das persönliche Gespräch. Hier mieft es nicht nach Arbeitsamt, hier bläst einem so richtig die Marktwirtschaft


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