Kein Geld für Oma

Politik | Florian Skrabal | aus FALTER 24/07 vom 13.06.2007

PFLEGE Kompetenzwirrwarr, Föderalismusstreit, zu wenig Geld: Warum die Regierung bei der Legalisierung der Pflegedienste gescheitert ist.

Es gibt nicht viele Berufe, die härter sind als der einer Pflegerin. Die 24-Stunden-Betreuung verlangt den Frauen - achtzig Prozent der Pflegekräfte sind weiblich - einiges ab: Sie müssen rund um die Uhr bereitstehen. Sie müssen den psychischen Druck, den der Job mit sich bringt, aushalten. Und insbesondere müssen sie leistbar sein. Eine Kombination, die bis jetzt für viele Angehörige von Pflegebedürftigen lediglich auf dem Schwarzmarkt zu finden war: Dort kostet eine Pflegerin um die 1500 Euro im Monat.

Ungefähr drei Viertel der 384.000 Pflegebedürftigen in Österreich finden ihre Betreuung zu Hause. Durch Verwandte oder Fremde. Ohne die Familien und die Hilfe, die sie sich von außerhalb holen, wäre das Pflegesystem vermutlich bereits bankrott. Politiker wissen das. Und sie wissen auch, dass es in geschätzten 20.000 Haushalten nicht ohne


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