Einspruch aus Leidenschaft

Medien | Armin Thurnher | aus FALTER 24/07 vom 13.06.2007

Lebenswerk Zum ersten Todestag des Journalisten Hubertus Czernin erscheinen auf über 4000 Seiten seine gesammelten Schriften.

Wenn etwas bei mir auffällt, dann, dass ich gern gegen den Stachel löcke. Wenn etwas in eine Richtung rennt, kriege ich große Lust, dagegen loszumarschieren. Das war im Fall Waldheim so, das ist jetzt bei der Asylfrage so." Diese Selbstcharakteristik des Publizisten Hubertus Czernin las man in einem Falter-Interview. Nun, zu seinem einjährigen Todestag am 10. Juni, liegt der erste Band seiner auf fünf Bände angelegten gesammelten Schriften vor.

Das Ausmaß und die Qualität von Czernins Widersetzlichkeit lassen sich anhand dieser Textsammlung umfassend überprüfen. Außerdem liest sie sich wie ein Panoptikum österreichischer Zeitgeschichte im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts; es liegt in der Natur der Sache, nicht am Berichterstatter, dass die Sammlung der Köpfe und Ereignisse das Einverständnis mit dem Bestehenden nicht gerade befördert. Ohne Czernins


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