Leicht wie ein Vogel

Kultur | Daniela Strigl | aus FALTER 24/07 vom 13.06.2007

LITERATUR Am 16. Juni begeht Elfriede Gerstl ihren 75. Geburtstag. Als U-Boot überlebte sie in Wien die Nazis, als Dichterin am Rande der Wiener Gruppe fand sie nur verspätete Anerkennung. Porträt einer Meisterin des Understatements, die das Pathos hasst und der Avantgarde eine Dosis Spaß verpasst.

Mein Geburtstag gehört mir nicht - dennoch DANKE", heißt ein Gedicht in Elfriede Gerstls letztem Band. Das Resümee: "ich soll mich freuen / ich geb mir alle mühe". Die Diskrepanz zwischen freundschaftlicher Erwartung und eigener Freudlosigkeit wird mancher kennen. Was hier beschrieben wird, lässt sich aber auch auf das literaturbetriebliche Feiern des 75ers anwenden. Auf die Frage nach dem aktuellen Geburtstagsvorgefühl reagiert die Dichterin im Café Korb mit derselben Mischung aus Schicksalsergebenheit und Entgegenkommen. Und Humor: Diese Häufung von Interviews und Fototerminen sei so, als bekäme man eine Geburtstagstorte zum Geschenk, müsse aber das Eiklar dafür selber schlagen


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