"Opern sterben langsam"

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 24/07 vom 13.06.2007

STAATSOPER Klaus-Peter Kehr, ehemaliger Musikdirektor der Wiener Festwochen und derzeit Operndirektor in Mannheim, über den neuen Direktor der Wiener Staatsoper und die Probleme, die er zu lösen hat.

Klaus-Peter Kehr hat noch eine Wohnung in Wien, am Institut für Theaterwissenschaft unterrichtet er nach wie vor Musiktheaterdramaturgie. Sein berufliches Zentrum aber ist mittlerweile Mannheim, wo er 2005 Operndirektor wurde. Der 67-jährige Deutsche war unter anderem Chefdramaturg in Stuttgart und Bonn, er ist künstlerischer Leiter der Schwetzinger Festspiele und war von 1997 bis 2001 Musikdirektor der Wiener Festwochen. Der Falter versuchte am Montag dieser Woche vergeblich, ihn in Mannheim zu erreichen: Kehr war gerade in Wien. Umso besser.

Falter: Wie aufmerksam haben Sie die Suche nach einer neuen Direktion für die Wiener Staatsoper verfolgt, und was sagen Sie zum Ergebnis?

Klaus-Peter Kehr: Ich war schon sehr gespannt, wie das ausgeht. Und das Ergebnis fand ich dann ganz hervorragend.

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