"Rette sich, wer kann"

Politik | MaruŠA Krese | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

MEDIEN Kritische Journalisten werden gekündigt, die Regierung übt offen Druck auf Medien aus. Auch Korrespondenten in Österreich sind nicht sicher. In Slowenien ist es um die Pressefreiheit schlecht bestellt.

Ich blättere in slowenischen Zeitungen und bewundere die raffinierte Zensur in der Zeit nach den demokratischen Wahlen (Zensur gab es in den letzten fünfzehn Jahren in den Medien nicht, das müssen auch meine slowenischen Freunde zugeben), und ich frage mich: Ist die ganze Geschichte der Kampf der jüngeren stalinistischen Generation mit der älteren?"

So schrieb ich im Jahr 1991 in der Wochenzeitung Die Zeit im Artikel "Abschied von Slowenien" über meine Ängste, falls es zufällig geschehen sollte, dass wir Slowenen allein bleiben, und mit diesen Worten wurde ich im Nu eine der schlimmsten Verräterinnen meines kleinen Volkes und meiner Heimat. Damals hatte ich mir geschworen, nie mehr über meine "Heimat" zu schreiben. Seitdem sind fast 16 Jahre vergangen und dazwischen sind


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