Im Ghetto

Politik | Donja Noormofidi | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

MIGRATION Die Jugendlichen vom Fröbelpark bezeichnen sich als "Scheiß-Ausländer". Jetzt bekommen sie ein neues Jugendzentrum. Ein Besuch im Ghetto.

Ali Özbas ist um seinen neuen Job nicht zu beneiden. Er steht vor dem Jugendzentrum im Bezirk Lend, gleich in der Nähe des Fröbelparks, und versucht auf Interviewfragen zu antworten. Gar nicht so einfach, denn in der heißen Nachmittagssonne lungert auch eine Hand voll Halbwüchsiger vor dem Zentrum herum, sie paffen Zigaretten und hören unanständige Musik auf ihren Handys. "Steck ihn rein, steck ihn rein", singt eine Frauenstimme. Nebenbei rufen die Buben ständig Özbas' Namen. Er und seine Kollegin Barbara Stefflitsch sehen schon ein bisschen müde aus, obwohl das Zentrum noch gar nicht richtig aufgesperrt hat.

Vergangene Weihnachten und im April sind Jugendliche in die Insel, wie das Jugendzentrum früher hieß, eingebrochen, haben es verwüstet und elektronische Geräte mitgehen lassen. Seither ist es geschlossen. Özbas und Stefflitsch


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