Herr Rossi und das Glück

Stadtleben | Wolfgang Kühnelt | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

WIRTSHAUSKULTUR An den Rändern des Stadtzentrums gibt es neben China-Restaurants und Wettcafés auch eine über Jahrzehnte gewachsene heimische Wirtshauskultur. Vier Vorstadt-Gasthäuser und ihre Gärten, die im Geheimen blühen.

Am Sonntag zu Mittag ist beim Grünen Baum am Lendkai Nummer 113 eindeutig High noon. Die Menschen aus den umliegenden Heimgärten drängeln sich um gezählte 45 Plätze im Freien. Sie sehnen sich nach Abwechslung zum selbst produzierten Grill-Menü. Im Schatten unter dem großen Nussbaum, der die Hälfte des Gartens überdacht, sitzen sie und bestellen ein Krügerl zum Schnitzerl und einen weißen Spritzer zum Krautsalat. Diejenigen von ihnen, die auch den Stammtisch im Inneren des schönen Vorstadt-Gasthauses frequentieren, wissen von einem dort angebrachten alten Zeitungsausschnitt, dass das Wirtshaus zum Grünen Baum bereits am 15. November 1896 in der Morgenausgabe der Tagespost offiziell erwähnt wurde. Ein "gemüthliches Tanzkränzchen" wurde dort angekündigt,


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