Nicht nur ein Soldat

Politik | Gerald John | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

SPÖ Vom Pendlerkind zum Verteidigungsminister: Wie der leise Burgenlandkroate Norbert Darabos einen erstaunlichen Aufstieg hinlegte - und nun unter viel Getöse abzustürzen droht.

Durch die Halle schmettern Fanfaren, der rote Teppich ist ausgelegt. Unter den prächtigen Schlachtengemälden des Kuppelsaals im Heeresgeschichtlichen Museum sitzen Offiziere in frischgebügelten Uniformen, stolz stellen sie ihre Orden zur Schau. Doch dann tritt dieser blasse Typ ans Pult, der nicht den Eindruck macht, als würde ihn die Zeremonie sonderlich bewegen. Mit monotoner Stimme spricht er, kein Hauch von Emotion. Am Ende verschluckt er auch noch das obligate "Es lebe das österreichische Bundesheer".

Der Mann vor dem Publikum kann es nicht verbergen: Er mag hier der Boss sein, einer von ihnen ist er nicht.

Den "Zivi" nennen ihn spöttische Untergebene. In jungen Jahren betreute Norbert Darabos lieber schwererziehbare Kinder, statt als Wehrmann mit Sturmgewehr durch den Schlamm zu robben. Heute belobigt


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