Wurzelbehandlung EUROPA Vor dem EU-Gipfel zur Verfassung fordern die Polen mehr für sich selbst und weniger für Deutschland. Ihr Alternativangebot: der Tod.

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

Wäre Polen eine Marke, müsste man sich an der Weichsel ernsthafte Sorgen über ihr Image machen. Quer durch Europa brandmarken Zeitungen und Politiker das Land als isoliert und irrational. Diesmal geht es allerdings nicht um schwule Teletubbies aus dem Kinderprogramm. Auf dem Spiel steht die Verfassung der EU.

Die Zugkraft der deutschen Ratspräsidentschaft sollte die Union aus dem Jammertal führen, in dem sie darbt, seit Franzosen und Niederländer dem Verfassungsentwurf 2005 eine Abfuhr erteilt hatten. Ein Fahrplan könnte bereits am Ende des Brüsseler Gipfels am 21. und 22. Juni stehen. Die offenen Fragen soll eine Regierungskonferenz klären: Je weniger das sind, desto eher steht der "Vertrag über die Arbeitsweise der EU", so der Titel des abgemagerten Kompromisspapiers. Staats- und Regierungschefs wünschen sich eine Implementierung noch vor der EU-Wahl 2009. Eben diesen ehrgeizigen Plan stellt Warschau nun mit einer Vetodrohung infrage.

Dabei ist Polen keineswegs das einzige Mitglied,


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