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Politik | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

Krieg im Gedächtnis Die EU soll Kriege in Europa unmöglich machen - zumindest soweit sind sich die Mitgliedstaaten einig. Dennoch leben die beiden Weltkriege in den kollektiven Gedächtnissen der einzelnen Nation in unterschiedlichen Formen weiter, mitunter wird die Erinnerung für nationale Interessen instrumentalisiert. Auf einer Tagung setzt sich der Geschichte-Cluster der Ludwig Boltzmann Gesellschaft mit "Krieg, Erinnerung und Geschichtswissenschaft" auseinander. In mehreren Panels referieren und diskutieren renommierte Historiker aus dem In- und Ausland.

Donnerstag, 21. Juni, 12-19.30, und Freitag, 22. Juni, 9 bis 10.45 Uhr. Aula am Campus Altes AKH, 9., Spitalgasse 2-4, Hof 1. Programm: events.lbg.ac.at/geschichte-tagung

Völkermord und Gleichgültigkeit Mehr als ein Jahrzehnt ist seit dem Völkermord in Ruanda vergangen, bei dem fast eine Million Menschen ermordet wurde. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung in Berlin und Träger der Sir Peter Ustinov-Professur der Stadt Wien, hält einen Vortrag zum Thema "Ruanda 1995 - Gleichgültigkeit und Ohnmacht der Welt angesichts des fernen Genozids".

Donnerstag, 21. Juni, 18 Uhr, im Hörsaal 16 der Universität Wien (1., Dr.-Karl-Lueger-Ring 1).

Prügel für Präsidentenkritiker Das lief nicht demokratisch ab, meinte voriges Jahr nicht nur die OSZE über die Wahlen in Belarus. Auch 20.000 Menschen demonstrierten in Minsk gegen den wiedergewählten Präsidenten Alexander Lukaschenko, Polizeikräfte gingen brutal gegen die Demonstranten vor. Der Dokumentarfilmer Jurij Chaschtschevatzkij hat den Protest in seinem Film "Der Platz" aufgezeichnet. Am Montag zeigt er sein Werk in Wien und nimmt anschließend mit einer Demonstrantin an einer Diskussion teil.

Montag, 25. Juni, 18.30 Uhr. Beletage des Österreichischen Gewerbevereins, 1., Eschenbachgasse 11, Anmeldung bis 20. Juni.


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