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Medien | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

Musterurteil gegen "3" Man stelle sich vor, man schließt einen Handyvertrag ab und nach zwei Monaten kostet die Minute plötzlich um vier Cent mehr. Unmöglich? Offenbar nicht. Denn der Handybetreiber "3" behielt sich bisher in seinen Kundenverträgen eine einseitige Preisänderung vor. Das ist nur eine von elf Klauseln, die der Oberste Gerichtshof vergangene Woche für ungültig erklärte. So haften auch Eltern künftig nicht mehr automatisch dafür, wenn ihre minderjährigen Kinder bei Mehrwertnummern anrufen. Das Urteil ist für Konsumenten bahnbrechend, da viele der rechtswidrigen Klauseln auch bei anderen Anbietern existieren.

Finanz überwacht eBay Wer über den Online-Marktplatz eBay viel verhökert, sollte bei der nächsten Steuererklärung vorsichtig sein. Denn das Finanzministerium protokolliert seit zwei Jahren die Umsätze bei eBay. Juristen kritisieren nun, dass für einige wenige Steuerhinterzieher sämtliche eBay-Anbieter kontrolliert würden. Wie erfolgreich das Screening ist, zeigt die deutsche Finanz. Sie prüft bereits seit 2003 die eBay-Verkäufe. Die Aufdeckungsquote liegt dabei im Promillebereich.

Abzocke beim Internet-Roaming Für den Download von 900 Megabyte soll eine Vorarlbergerin 11.200 Euro zahlen. Die 18-Jährige surfte im Allgäu und war der Meinung, sie sei mit ihrem mobilen Internetanbieter ONE verbunden. Doch tatsächlich ging sie über das deutsche Vodafone-Netz online. Die Vorarlberger Arbeiterkammer (AK) machte den Fall publik und geht nun gegen die horrende Gebühr vor. Nachdem die Handytelefonate im Ausland dank einer EU-Richtlinie einen europaweiten Höchsttarif haben, fordert die AK auch eine Deckelung der Internetgebühren im Ausland.


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