Es geht ja noch!

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

LITERATUR Der Schriftsteller und Zeichner Eugen Egner hat zwar wieder ein Buch rausgebracht, macht zurzeit aber am liebsten Krach mit der Gitarre.

Eugen Egner ist nach Hause zurückgekehrt und wohnt jetzt wieder im elterlichen Einfamilienhaus in Oberbarmen, einem Stadtteil von Wuppertal. Wäre Egner - 55, langes Haar, darunter zwei weißgrau schimmernde Schläfenbärte im Stile eines britischen Marineoffiziers - eine von ihm selbst erfundene Figur, er wäre dem sicheren Untergang geweiht. Soeben ist sein jüngstes Buch "Nach Hause" mit "neun makabren Geschichten" erschienen, die allesamt von "bedrohtem Wohnen und Heimatlosigkeit" erzählen, wie der Autor erklärt. Die Orte und Wohnungen der Kindheit werden von den seltsam unerwachsenen Protagonisten oft als paradiesisch erlebt und erinnert, bevor sie sich in Orte des Entsetzens verwandeln. Das Unheimliche ist ja, wie wir seit Freud wissen, die Kehrseite des Heimeligen.

Der Erzählung "Vollstreckung" etwa, in der sich der 49-jährige Herr


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