Kritik kurz

Es ist angerichtet: "Der Familientisch"

Kultur | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

Der Familientisch Im Schauspielhaus ist noch einmal, zum allerletzten Mal, "Der Familientisch" zu sehen, die zweite Fortsetzung von David Maayans Festwochen-Erfolgsproduktion von vor zwei Jahren. Untertitel: "Wiedersehen macht Freude". Wieder begleitet man erst in Kleingruppen einen Schauspieler oder eine Schauspielerin durch die Stadt und lernt persönliche Biografien und bizarre wie berührende Familienverhältnisse kennen. Im zweiten Teil kommt man dann wieder zum späten Abendessen am Familientisch zusammen. In der Neuauflage gibt es zwar ein paar neue Touren, dem Prinzip bleibt man aber treu. Okay, der musikalische Ensembleabend ist natürlich wahnsinnig kitschig, geht unter die (Gänse-)Haut und spielt mit Emotionen. Aber er ist halt immer wieder schön. Und zwar wirklich immer wieder: Es ist erstaunlich, wie viele im Publikum familientischerfahren sind - leicht daran zu erkennen, dass sie die Lieder mitsingen und sogar die Texte können. Man gehört halt zur Familie, und die kann

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