King Döbling

Stadtleben | Manfred Klimek | aus FALTER 25/07 vom 20.06.2007

PORTRÄT Hans Schmid war Wiens wichtigster Werber, Österreichs risikofreudigster Verleger und einer der ersten europäischen Entrepreneure mit sozialistischem Hintergrund. Jetzt kauft der Aussteiger die besten Weinhänge unterhalb des Kahlenbergs. Ein Mann, ein Bezirk.

Ein Gang vom Schreiberweg weg in Richtung Kahlenberg, bergauf, durch die Weingärten. Manche sind gut gepflegt, manche weniger, einige total verrottet. Immer öfter sieht man auch eine kahle Stelle, auf der eine Neupflanzung vorbereitet wird. Wem gehören diese Flächen? Den kleinen Heurigenwinzern von Grinzing und Döbling? Das war vor Jahren, doch die wesentlichsten Lagen des Wiener Weinbaus werden heute von einer Handvoll Unternehmern bewirtschaftet. Einer davon ist der Finanzinvestor Hans Schmid, ein schillernder Kreativer mit Hang zur marktwirtschaftlich orientierten Sozialdemokratie.

Schmid empfängt den Besucher in seinem Winzerhaus, dem "Roten Haus", ganz oben am Nussberg. Er lässt die Überdachung der Veranda ausfahren


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