Blairs Optionen

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

AUSLAND Bushs Botschafter oder der Präsident der EU - die Zukunft des britischen Regierungschefs ist mit jener Europas eng verknüpft.

Für einen unpopulären Regierungschef, dessen Abgang von großen Teilen der eigenen Partei schon seit dem Debakel im Irak ersehnt wurde, hat Tony Blair erstaunlich viele Optionen. Bemerkenswert sind weniger die Angebote amerikanischer Universitäten oder internationaler Konzerne. Über die können sich auch andere Exregierungschefs freuen, die 2003 im großen europäisch-amerikanischen Streit an vorderster Front gestanden sind. Eine der Spekulationen für Tony Blair behauptet einen Sprung des ehemaligen Labourchefs in die Vorstandsetage des konservativen Medienmoguls Rupert Murdoch. Das würde sich von Gerhard Schröders lukrativem Engagement für Gazprom nur unwesentlich unterscheiden. Die unflätige Nachrede von wegen "politischer Prostitution" klänge wahrscheinlich ganz ähnlich. José Maria Aznar, neben dem britischen Premier größter europäischer


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