Hero der Woche

Manfred Nowak

Politik | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

Es gibt Rechtsprofessoren, die aus ihren Hörsälen nie herauskommen - und es gibt Manfred Nowak, einen Juristen mit Staub an den Füßen. Buchstäblich mit einer Taschenlampe bewaffnet, bereist er im Auftrag der Uno die Folterkeller dieser Welt. Er lässt sich dabei weder von chinesischen Geheimdienstlern einschüchtern noch von US-Juristen verhöhnen, die ihm den Zutritt ins Internierungslager Guantánamo verweigern. Nowak stöberte in der Mongolei und in Georgien, er grub einst nach den Hingerichteten in Srebrenica, er inspiziert aber auch die Polizeigefängnisse in Österreich - erst kürzlich veröffentlichte der Menschenrechtsbeirat, dem er angehört, einen Bericht, in dem die unerträglichen Zustände in der Schubhaft dokumentiert wurden. Manfred Nowak, der Leiter des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Menschenrechte wird nun mit dem Bruno-Kreisky-Preis für Menschenrechte ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch.h


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