Ein Riesenschrittchen

Politik | Stefan Apfl | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

EUROPA Nach dem EU-Gipfel steht fest. Die Union funktioniert ja doch. Trotz ihrer Mitglieder.

Bisweilen könnte die Dramaturgie Europas Hollywood entstammen. Während Helden und Antihelden um die Gunst des jeweils eigenen Publikums rangeln, strickt die Handlung falsche Erwartungen und nimmt jähe Wendungen. Bis nach dem fulminanten Showdown ein Happyend steht, über das man nörgeln kann.

Der EU-Verfassungsgipfel Ende vergangener Woche zählt zu dieser Kategorie. Im Gegensatz zum ersten Anlauf, der 2005 gescheitert war und Europa seither in Selbstzweifeln zu ertränken gedroht hatte, drehte es sich diesmal mehr um eine Betriebsanleitung und weniger um einen alles umfassenden Grundlagenvertrag. Das wohltuende Fazit nach dem Gipfel: Die EU funktioniert ja doch - trotz ihrer Mitglieder.

Nicht nur Tschechien, die Niederlande und Großbritannien hatten im Vorfeld jene Grenzen markiert, die sie im Hinblick auf die nächsten Wahlen nicht überschreiten würden. Besonders Polen hatte mit markigen


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