Stoppt den Selbstbetrug!

Politik | Oliver Hochadel | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

KOMMENTAR Nun ist es endlich amtlich: Der freie Hochschulzugang hat versagt. Er sollte abgeschafft werden.

Der freie Hochschulzugang: Was für ein schöner, herzerwärmender Begriff. Er klingt nach Chancengleichheit und Wahlmöglichkeit. Da schwingt etwas von historisch Erreichtem mit, von Überwindung der Klassengesellschaft. Jeder Maturant kann hierzulande studieren, was er will. Oder?

Aufwachen! Um den Kopf von diesen verführerisch-einschläfernden Konnotationen freizuhalten, sprechen wir einfach mal nur vom "FHZ". Letzte Woche hat es der Österreichische Wissenschaftsrat mit einem Weckruf versucht. In seinen "Empfehlungen zur Neuordnung des Universitätszugangs" (siehe: www.wissenschaftsrat .ac.at) wird der FHZ für gescheitert erklärt. Der Anteil von Studienanfängern aus Elternhaus mit Pflichtschulabschluss komme trotz FHZ seit Jahrzehnten nicht über sechs Prozent hinaus.

Doch die politische Kaste dreht sich auf die andere Seite und hält beide Ohren zu. Für Bildungsexperten ist


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