Porno und Poesie

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

MUSIK Harmonie als Strategie: Suzanne Vega über ihr sauberes Image und über "Beauty & Crime", ihr erstes Album seit sechs Jahren.

Zugegeben: Die Neuigkeit, dass Suzanne Vega nach sechs Jahren wieder eine neue Platte am Start hat, ist jetzt vielleicht nicht die große Sensation des Musiksommers 2007. Die Pause war lang, und schon längst hatte die Singer-Songwriterin, die auf ewig mit ihrem zu Tode genudelten Konsens-Hit "Luka" identifiziert werden wird, das problematische Image der politisch korrekten, zart feministischen Ödbärin weg.

Stimmt nicht, meint Vega beim Falter-Interview lachend. "Die Leute halten mich für diese schüchterne, zerbrechliche Pazifistin, Vegetarierin und Buddhistin, aber die bin ich nicht. Ich brezle mich gern auf, ich tanze und ich kann sehr wütend werden. Neulich habe ich meine Festplatte zerstört, als ich mit der Faust auf den Computer schlug!" Vega hat Phasen der Rebellion und des Rückzugs hinter sich. In den Neunzigern experimentierte sie mit elektronischen


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