Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

Dunkelblaufastschwarz So viel Handlung war schon lange nicht! Hauptfigur des Films ist Jorge, ein mit seinem Leben unglücklicher junger Mann, der in die Fußstapfen seines nach einem Schlaganfall gelähmten Vaters tritt und dessen Hausmeisterjob übernimmt. Dass er, genau wie Daniel Sánchez Arévalo, ein spanischer Jungregisseur, der mit der Tragikomödie "azuloscurocasinegro" (so der Originaltitel) sein Langfilmdebüt vorlegt, einen Abschluss in Betriebswirtschaft hat, nutzt ihm wenig: Jeder sieht in ihm zuallererst mal den, der den Müll rausbringt. Aber darum geht's dem Filmer eh nur bedingt, sein Interesse zielt auf das Lachen des Publikums ab, weshalb er seinem "Helden" noch einen leicht bescheuerten Freund, eine auf unwiderstehliche Art herablassende Sandkastenliebe und einen Tunichtgut von Bruder hinzuerfindet - Antonio, der im Gefängnis bei einem Theaterworkshop die hübsche Paula kennen lernt, die in den komfortablen Müttertrakt übersiedeln will, dazu aber erst schwanger werden


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