Nüchtern betrachtet

Mein fuchsiafarbener Pullover

Kultur | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

Mit der heurigen Sommermode bin ich nicht zufrieden. Ich habe, weiß Gott, nix gegen Gedecktes, aber wer außer Nina Weißensteiner will schon seine ganze Fashistence auf Varianten von Sand, Schlamm, Schilf und Schlick gründen?! Zudem hat die Auffassung, T-Shirts mit dem Markenschriftzug zu versehen, ginge bereits als "Design" durch, mittlerweile eine bedenklich weite Verbreitung gefunden. Dem ist Einhalt zu gebieten! Vor Jahren habe ich einmal gelesen, dass Modefuzzis monatelang in der Mongolei abhängen, um sich von Natur, Furt und Jurte inspirieren zu lassen. Die Kollektionen sehen aber heuer eher so aus, als hätten die Designer drei Wochen am Stück bei Starbucks verbracht. Wenn man mich zwei Tage ins Gänsehäufl schickt, kommt mehr bei raus. Und erst bei zwei Wochen Lake District! Da würde ich denen eine Kollektion hinpfeffern, dass es den Laufstegen von Mailand bis Miami die Zehennägel aufrollt und den Models das Höschen wegfliegt! Immerhin: Auf der Suche nach etwas stärkeren


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