So und nicht anders

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

REGENBOGENPARADE Rund 167.000 Lesben und Schwule leben in Wien. Diesen Samstag ziehen wieder ein paar Tausend davon "andersrum" über den Ring, einige im Fummel. Braucht die Queer Community den bunten Umzug überhaupt? Eine Bestandsaufnahme.

Kein aufrichtiger Mensch, keine stilbewusste schwule Person würde alle diese Farben auf einer Flagge zusammenschmeißen, das sieht scheußlich aus" (der Musiker Rufus Wainwright über die Regenbogenfahne).

Sex verkauft sich: Je blanker der Busen, desto mehr Fotografen. Je definierter die Bauchmuskeln, desto mehr Kameraschwenks. Je ärger Frisur und Schminke, desto größer die Chance, damit auch ins Fernsehen zu kommen. Oder in die Zeitung. Die Regenbogenparade, Wiens alljährlicher Umzug von Lesben, Schwulen und Transgenders samt deren Anhang, die diesen Samstag wieder "andersrum" den Ring bereisen, wird von den meisten Medien als schriller Karnevalsumzug transportiert. Doch die Parade ist anders, als sie die Zeitungen zeigen. Sie ist nicht nur eine


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