Kurzes feuchtes Glück

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

BRUNNEN Die Wartung urbaner Wasserstellen ist offenbar eine ziemlich diffizile Angelegenheit. Für vierzig Wiener Brunnen begann die Frühjahrssaison heuer jedenfalls erst Mitte Juni. Warum eigentlich?

Endlich wieder im Slalom durchradeln. Oder in Unterhosen drüberspringen. Oder mit dem Fuß auf eine Düse steigen und schauen, wie hoch das Wasser dann bei den anderen rausspritzt. Den Kids vom Wallensteinplatz macht das bisschen kühle Nass, das hier aus dem Boden kommt, verdammt viel Freude. Ist ja auch kein Wunder: Immer nur auf den paar Stadtmöbeln mitten auf dem Platz herumzuturnen oder jedem dicken Dackel, den die älteren Herrschaften aus der Umgebung zum Frische-Luft-Schnappen hierher bringen, das Kopferl zu streicheln, wird ziemlich schnell fad. Viel mehr gab's für die jungen Brigittenauer aus dem Grätzel aber in den letzten Wochen hier nicht zu tun. Der Brunnen befand sich nämlich noch im Winterschlaf. Letzten Donnerstag schoss die heiß ersehnte Abkühlung dann endlich aus


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige