Dhing-Dhong

Kultur | Christof Huemer | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

MUSIK Außerirdischen soll sie die Welt erklären, in Graz muss Gamelan-Musik selbst erst erklärt werden. Dafür sorgt jetzt ein eigenes Orchester.

Nachdem Sigourney Weaver und Kevin Kline Sex hatten und einander entfremdet auf dem Wasserbett liegen, ertönt ein Gamelan. So nennt sich die traditionelle indonesische Musik, die - anders als im Film "Der Eissturm" - zu besonderen sozialen und religiösen Anlässen gespielt wird. Indonesien wiederum, jene aus 17.508 Inseln bestehende ehemalige niederländische Kolonie, ist hierzulande je nach Interessenslage für seine schönen Frauen, für billige Teakholz-Möbel oder das Wort "Amok" bekannt. "Es gibt in Indonesien fast keine Möglichkeit, Aggression auszudrücken", erläutert Rainer Schütz, Leiter der Gamelan-Gruppe der Grazer Kunstuni, "in Gamelan-Musik schon gar nicht". Wie aber klingt nun Gamelan?

"Sehr naturverwandt, fast elementar", meint Mychael Danna, Filmkomponist von "Der Eissturm", "es erinnert mich an Eis". "Sehr entspannt", meint


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