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Polsterschlacht

Stadtleben | Maria Motter | aus FALTER 26/07 vom 27.06.2007

Harry Potter hat den Mund halb offen und schaut alles andere als glücklich aus der Wäsche. Der Zauberjüngling deckt überlebensgroß eine Bettdecke, allein sein Gesicht nimmt Kopfkissen-Dimensionen an. Die Bettwäscheabteilung des österreichischen Textilunternehmens Reiter ist betucht, zumindest was Leinwandstars betrifft. Diese Saison werden altbekannte Alpträume frisch verpackt: Das Set "Piraten der Karibik" breitet einen Totenschädel mit Piratentuch auf Kinderzimmerbetten aus. Winnie Pu, der Bär, ist dagegen ein Ladenhüter, er bleibt am Ende des Regals liegen. 15.000 Menschen stürmten bei der Eröffnung vor einem Monat die erste Graz-Filiale von Betten & Vorhänge Reiter, mittlerweile ist die Käufer-Flut abgeebbt. Doch der "SSV", der Sommerschlussverkauf, wie es beim Familienunternehmen Reiter noch traditionell heißt, lockt nun wieder.

In einem der Angebotskörbe entdeckt man ein Kissen, auf das die Traumwelt gewartet hat: ein Musikkissen. Nein, es spielt nicht wie die fortschrittliche


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