Erste Falten

Kultur | Tiz Schaffer und Ulrich Tragatschnig | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

FOTOGRAFIE Wolfgang Tillmans hat die Bilder einer ganzen Generation geprägt. Ein Gespräch über das Ende der Techno-Party, den Mond, Lüge in der Fotografie und seine Ausstellung in Graz.

Wolfgang Tillmans ist gerade aus London gekommen. In den letzten zehn Tagen war er im Dauerstress, doch den Wirbel ist er inzwischen gewohnt. Kaum ein Fotograf hat es ähnlich schnell und früh zu Berühmtheit gebracht wie er. Das ging mit einem Schlag, gleich mit seiner ersten Publikation im Taschen Verlag im Jahr 1995. Tillmans, 38, im deutschen Remscheid geboren, ist jedoch immer am Boden geblieben - auch in seiner Fotografie. Anfang der Neunziger fertigte er vor allem Porträtaufnahmen von Menschen seines Umfelds an: ungeschminkt, unaufgeregt, lebensnah und ohne Scheu vor Schweiß oder Tabus. Neben den Arbeiten von Ellen von Unwerth und Jürgen Teller steht er nicht nur für eine neue, ungestylte Magazinfotografie, verbreitet über die Magazine i-d oder The Face, sondern er hat damit auch seiner Generation


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