Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

Das nenn ich eine Trouvaille: eine lobende Rezension des Filmkritikers als jungen Mannes. Geht so: "Das vierte Leinwandabenteuer des Raumschiffs Enterprise,, Zurück in die Gegenwart' erschüttert einmal mehr jenes epistemologische Modell, mithilfe dessen wir uns die Welt, in der wir leben, zu erklären versuchen: das der Zeit als kausalem Ordnungsprinzip,, Star Trek IV', so der Pressetext,, ein Abenteuer jenseits von Raum und Zeit.'

Wir schreiben das 23. Jahrhundert … Die Besatzung der Enterprise befindet sich an Bord eines gekaperten Klingon-Raumschiffes (Zusätzliche Informationen siehe:, Stark Trek II: Der Zorn des Khan' und Teil drei:, Auf der Suche nach Mr. Spock') auf dem Heimweg vom Planeten Vulkan zur Erde, deren Existenz von einer geheimnisvollen Sonde bedroht wird. Einzig und allein der während des vorigen Jahrhunderts ausgerottete Megaptera Novaeangliae (Buckelwal) wäre zur Kommunikation mit dem gefährlichen Ding fähig.

Die von Gene Rodenberry kreierte galaktische Dreifaltigkeit, Admiral James Tiberius Kirk (William Shatner), Mr. Spock (Leonard Nimoy), Dr. med. McCoy (DeForrest Kelley) und der Rest der seit 1966 im Sold der Föderation stehenden Crew durchbrechen also die Zeitgrenze, um in den achtziger Jahren unseres Jahrhunderts nach Buckelwalen zu suchen. Das ist der Beginn der, interplanetaren Komödie', die mit erstaunlicher Vehemenz auf ihren Bezug zur weniger lustigen Realität der Gegenwart pocht (…).

Leonard Nimoy verfasste zusammen mit Harvey Bennett das Drehbuch und führte zum zweiten Mal Regie. Obwohl der Zeitsprung (1966-1987) gelungen scheint, entschuldigt sich Kirk inmitten des komischen Tohuwabohus,, wir sind heut nicht gut drauf'. Stimmt nicht, wirklich nicht!

Nur: Kann ein Märchen die Ordnung der Welt verändern?" Der Name des milden Kritikers? Michael Omasta. A. T.


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