Populistische Geste

Vorwort | Erich W. Streissler | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

KOMMENTAR Replik auf Markus Marterbauer und Martin Schürz (26/07): Warum die Schenkungssteuer überflüssig ist.

Als bald 75-Jähriger gehöre ich zu denjenigen, die nunmehr beginnen, Jugendtorheiten einzubekennen. Und dabei gestehe ich, vor langer Zeit den Anlass zu einem Schenkungssteuer-Anfall gegeben zu haben! Es geschah im Zuge einer innerfamiliären intergenerationellen Schenkung, auf deren völlig gesetzmäßiger, notarieller Abwicklung ich bestand. Die Reaktion Betroffener: "Das lässt sich doch auch ohne Steuer machen. Wie kann man nur so blöd sein!" Deshalb sprach ich von Torheit.

Selbst also ein Tor, bin ich über das Ausmaß der offengelegten Naivität von Markus Marterbauer in ihrem jüngsten Falter-Artikel (26/07) gegen die Abschaffung der Schenkungssteuer infolge eines Urteils des Verfassungsgerichtshofes erschüttert. Wer glaubt, Steuern würden automatisch in der Art und dem Umfang anfallen, wie der Gesetzgeber es zu normieren meint, muss eine höchst unzulängliche ökonomische


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