"Mädchen, nehmt das Kopftuch ab!"

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

ISLAM Muslimische Einwanderer leben noch immer in mittelalterlichen Strukturen. Sie müssen sich endlich öffnen. Der Staat hat ihnen dabei zu helfen. Ein Gespräch mit der Anwältin und Islamkritikerin Seyran Ates.

Wer Seyran Ates, 44, treffen will, muss ein paar Sicherheitsmaßnahmen befolgen. Die Adresse, unter der sie etwa vergangene Woche in Wien lebte, sollte geheim bleiben. Nein, sie hat keine Angst, sich öffentlich zu positionieren, aber sie ist vorsichtig. Immerhin wurde die Tochter türkischer Einwanderer schon einmal fast ermordet. 1984, Ates arbeitete in Berlin-Kreuzberg als Beraterin misshandelter türkischer und kurdischer Frauen, erschoss ein Mann eine ihrer Klientinnen. Auch Ates wurde bei dem Anschlag lebensgefährlich verletzt. Einschüchtern ließ sich die Juristin nicht. Die Anwältin half vor allem Frauen in Scheidungsverfahren und sie erhielt dadurch Einblicke in eine türkisch-muslimische Parallelgesellschaft, unter der sie selbst leidete. In ihrem autobiografischen


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