Eurofighter-Pilz

Wer mit wem und wofür

Politik | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

Verhaberung kann manchmal ziemlich skurril sein. Nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags für die Eurofighter im Juli 2003 stieg am Luftwaffenstützpunkt Langenlebarn eine rauschende Party. Beim ursprünglich von Eurofighter-Hersteller EADS bezahlten Fest vergnügten sich hohe Militärs, der damalige ÖVP-Verteidigungsminister Günter Platter und Eurofighter-Chef Aloysius Rauen mit launigen Spielchen: Mit Spritzpistolen schossen Gäste auf Porträts verschiedener Eurofighter-Gegner.

Schwerer fallen die Aktivitäten des EADS-Lobbyisten Erhard Steininger ins Gewicht. Eine milde Gabe des Vermittlers an die marode Firma von Luftwaffenchef Erich Wolf und seiner Frau wurde zur Schlüsselfrage in der Eurofighter-Debatte. Steininger hatte den Wolfs im Dezember 2002 mit 87.600 Euro ausgeholfen - offiziell eine Anzahlung für ein bisher nicht geliefertes Marketingkonzept. Dem angeblichen Freundschaftsdienst haftet der Verdacht des Schmiergeldes an. Wolf saß an prominenter Stelle in jener Kommission


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