Fernsehen

Medien | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

Auf die Gefahr hin, dass die "Tatort"-Redaktion der ARD den Falter nicht liest (und in der Annahme, dass es im ORF eh keine "Tatort"-Redaktion gibt, zumindest legen das die österreichischen Fad-Folgen der besten Krimireihe ever nahe), hier mal eine Hymne hintennach: Wer am vergangenen Sonntag den "Tatort" verpasst hat, selber schuld. Kommissarin Lena Odenthal kennen wir als taffe Ermittlerin in Ludwigshafen, Schauspielerin Ulrike "Ufo" Folkerts verkörpert sie schon seit bald zwanzig Jahren. Diesmal löste Ufo einen (Selbst-) Mordfall in der Familienhölle: "Sterben für die Erben". Schon lange nicht mehr war ein deutscher TV-Film so großartig besetzt, war der Tat- und Ermittlungsort (ein original Siebzigerjahre-Hotel) so gut gewählt und abgefilmt. Ein Traum in Braun und Beige, dazwischen schräge Typen voller Macken: Wenn der Theatermacher Christoph Marthaler Krimis inszenieren würde, sähen die so aus. Da hat es freilich auch geholfen, dass Marthaler-Schauspieler mit von der Partie waren. Hoffentlich haben sie in der ORF-"Tatort"-Redaktion gut aufgepasst. Falls es sie gibt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige