Kommentar

Schauspielhaus: 6 Jahre sind genug

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

Mit einem schönen Déjà-vu ging am Wochenende im Wiener Schauspielhaus die Direktion Airan Berg zu Ende. Der niederländische Weltklasseschauspieler Jeroen Willems zeigte nochmals sein furioses Solo "Zwei Stimmen", mit dem er schon in Bergs erster Saison vor sechs Jahren im Schauspielhaus zu Gast war. Ein starker Abgang für eine Ära, die insgesamt schwer auf einen Nenner zu bringen ist.

Nachdem Hans Gratzer Anfang des Jahrhunderts das Handtuch geworfen hatte, war das Schauspielhaus das erste Theater seiner Art, dessen Leitung öffentlich ausgeschrieben wurde. Der damalige Kulturstadtrat Peter Marboe entschied sich für das Konzept der beiden Regisseure Airan Berg und Barrie Kosky. Das war einerseits eine Fehlentscheidung: Unter den Kandidaten hatte sich auch der deutsche Regisseur Nicolas Stemann befunden, der mittlerweile unter anderem am Burgtheater Karriere gemacht hat. Andererseits hatte die Konstellation Berg/Kosky aber auch etwas Unwiderstehliches: ein Wiener Regisseur (Berg),


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige