Magic Noon After

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

GEORG STAUDACHER (1965-2007) Der Wiener Regisseur und Schauspieler ist unter tragischen Umständen ums Leben gekommen.

Das letzte Stück der englischen Dramatikerin Sarah Kane heißt "4.48 Psychose". Die Autorin, die unter schweren Depressionen litt, beschreibt darin jene Phase der Krankheit, in der auf einmal alles klar scheint. "Um 4 Uhr 48, wenn die Klarheit vorbeischaut für eine Stunde und zwölf Minuten, bin ich ganz bei Vernunft." Am vergangenen Samstag gegen fünf Uhr Früh ist der Wiener Regisseur, Schauspieler und Autor Georg Staudacher nach einem Fenstersturz gestorben. Seine Freunde weigern sich, das Unglück als Selbstmord zu bezeichnen. Dafür habe der Vorsatz gefehlt. Offenbar war er, wie man sagt, "nicht bei sich".

Staudachers letzte Inszenierung, die Tragikomödie "Indien" in Schwanenstadt, hatte erst am Donnerstag vergangener Woche Premiere. Unmittelbar danach arbeitete der Regisseur schon an seinem nächsten Projekt "komA", einem gemeinsam mit dem Autor Volker Schmidt konzipierten


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