Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

Sie sind ein schöner Mann Den glatzköpfigen kleinen Michel Blanc, der seit "Monsieur Hire" (1989) auf die Darstellung unscheinbarer, vereinsamter Männer spezialisiert ist, in der Hauptrolle eines Films mit derart klingendem Titel zu wissen, verspricht einen nicht ganz alltäglichen Spaß. Tatsächlich handelt es sich bei "Sie sind ein schöner Mann" (im Original: "Je vous trouve très beau"), dem Regiedebüt der französischen Filmschauspielerin Isabelle Mergault, um eine Komödie mit Zug ins Tragische. Aymé, ein Bauer, dem unerwartet die Frau gestorben ist, wendet sich an eine Heiratsvermittlerin ("Meine Trauer hab ich im Griff, aber die Arbeit!"), fliegt mit ihr nach Bukarest und kehrt mit einer jungen Rumänin namens Elena aus dem Wochenende zurück. Vor seinen Freunden und Nachbarn gibt Aymé Elena als entfernte Verwandte aus. Sosehr diese Geschichte nach blöder Seifenoper klingt, so intelligent und witzig sind die Figuren in Szene gesetzt: zwei vom Leben beschädigte Menschen,

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