Stadtleben

Stadtleben | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

Sex

Rohrkrepierer (Teil 2) Berühmtheit hat ja lebensbequemende Nebenerscheinungen. Neben der, wenn man's gscheit macht, realeren Chance, ein wenig Knödel auf die Seite zu bringen, dient sie auch zur schnelleren Lukrierung von Chancen zur Libidobesänftigung. So geschehen bei einem aufstrebenden serbischen Boxtalent, dem es einst vergönnt war, sich in einem zunehmenden Maße im Ruf eines amtlichen sogenannten Schlampenschleppers zu sonnen. Eines Abends, der Kampf war vorbei, wurde er schweiß- und testosterontriefend von der lokalen Schönheitsqueen mit heimgenommen. Schnell ging's zur Sache, schnell wurde sie laut, er war im Glück, er war der King. Plötzlich meinte er zu hören: "Schlag mich …" Er stutzte. Sie keuchte: "Schlag mich!" Er verweigerte. Sie wurde streng: "Schlag mich, du SCHWEIN!" Na ja, und dann schlug er zu. Der Boxer, der serbische. Und flog prompt hochkant aus der Wohnung. Man erzählt sich, man hätte ihn noch Stunden vor ihrer Tür stehen sehen … kopfschüttelnd … ratlos … den Boxer, den serbischen.

Heidi List

Fussball

Klimakatastrophe Es war eine der vielen Blamagen im österreichischen Fußball: Vor 24 Jahren ging das U20-Nationalteam bei der WM in Mexiko gegen die CSSR (0:4), Argentinien (0:3) und China (0:3) unter. "An unseren schlechten Leistungen war eigentlich nur das Klima schuld", erinnert sich Veteran Toni Polster. "Es war unglaublich heiß und die Luft sehr dünn." Hatten die kleinen chinesischen Kicker auf Nasenhöhe mehr Sauerstoff? Schwitzten die tschechoslowakischen Konkurrenten mangels Dauerwellentechnik im Ostblock weniger unter voluminösen Schneckerlmähnen? Nun nimmt Österreich wieder an einer U20-WM teil. Die Fifa vergleicht Stürmer Erwin Hoffer auf ihrer Homepage mit dem Polster von damals. Eine subtile Gemeinheit.

Gerald John


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige