Stadtrand

Shirtology-Church

Stadtleben | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

Wenn zum Beispiel auf dem T-Shirt eines Menschen, dessen Aufgabe es ist, an einem der zahlreichen Innenstadtstrände leere Flaschen und Gläser abzuräumen, wenn da auf dem T-Shirt also "Arbeitstier" steht, ist das jetzt lustig? Oder wird es sogar noch lustiger, wenn der Mann afrikanische Wurzeln hat und sein eher unafrikanischer Vorgesetzter mit dem Wörtchen "Oberchecker" beschriftet ist? Vielleicht sind wir ja nur sensibel. Vielleicht sollten wir auf die Beschriftung unserer Mitbürger nicht so viel geben. Schließlich wäre da schnell einmal wer "Boss" oder "Hugo". Und dass die meisten T-Shirt-Aufdrucke für den Letzteren sind, ist eh bekannt. "Bier formte diesen schönen Körper"? Das hätten wir auch so gewusst, junger Mann. Wieso sagen uns eigentlich immer die unniedlichen Herren per T-Shirt, sie seien viel zu niedlich, um heterosexuell zu sein ("2 cute 2 b straight")? Damen, die versichern "100 % silikonfrei" zu sein, müssen meist keine Überzeugungsarbeit leisten und der Schnittenschriftzug "Mama mag man eben", na ja. Die besten Shirts kommen eh ohne Schriftzug aus. Finden zumindest wir von der Shirtology-Church. C. W.


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