Pflanz die Stadt!

Stadtleben | Martina Stemmer | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

WILDE GÄRTEN Während sich Berliner, Londoner und New Yorker laufend Freiflächen zurückerobern - oder wenigstens ein paar Grünstreifen verschönern -, begnügen wir Wiener uns damit, auf dem Parkbankerl zu sitzen und den Stadtgärtnern bei der Arbeit zuzusehen. Warum eigentlich?

Der klassische Verkehrsinselbewuchs hatte es ihm besonders angetan. Völlig hingerissen war Richard Reynolds von den Tulpen, Narzissen und Stiefmütterchen. Ausgerechnet. Der Besuch aus London konnte gar nicht aufhören, die typisch österreichische Freiflächenkultivierung à la Biedermeier zu loben. "Das war schon ein bisschen skurril", erzählt Alfred Benesch, der den bekanntesten Guerilla-Gärtner Europas nach Österreich holte, "für mich ist es ja eher ein Horror, dass man nirgends mehr hinsteigen kann, weil überall irgendwelche spießigen Blumen herauswachsen". Letztlich kam man beim 2. Internationalen Gartensymposium, das vor kurzem in Melk über die Bühne ging, dann aber zum Schluss, dass man zwar


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