Überwachen und Strafen

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 27/07 vom 04.07.2007

SAUBERKEIT Wien soll sauberer werden, sagt Stadträtin Ulli Sima und setzt auf Kontrolle. Kapituliert die Stadt jetzt vor der Ignoranz der Leute?

Eh, im internationalen Vergleich ist Wien eh total sauber. Sagen zumindest Studien, und die Bevölkerung bestätigt es in Umfragen. Trotzdem kündigte Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) jetzt eine "Sauberkeitsoffensive" an: mehr Mitarbeiter, mehr Mistkübel, eine schnelle Eingreiftruppe und die Möglichkeit, große und kleine Umweltvergehen zu ahnden - vom Hundekotliegenlassen bis zum Sperrmüllablagern. Bis im Herbst städtische "Waste Watcher" überwachen und strafen können, ist aber noch ein Landtagsbeschluss nötig. Der Falter hat nachgefragt.

Falter: Die Stadt startet jetzt eine Sauberkeitsoffensive, obwohl laut Umfrage die Bevölkerung eh großteils alles okay findet, wieso der Fleiß, Frau Umweltstadträtin?

Ulli Sima: Die Moral ist am Sinken. Wir haben mittlerweile jedes Jahr 30.000 Einkaufswagerln, die wir aus den Grünstreifen, aus Parks


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