Vorwort

Was kostet gratis?

Thomas Wolkinger | Vorwort | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

Gratis rules! Donnerstag: mit Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) gratis ins Kunsthaus. Freitag: mit Kulturlandesrat Kurt Flecker (SPÖ) gratis zu den "Rockin' Movies" in den Landhaushof. Samstag: mit Nagl gratis in die Grazer Freibäder. Sonntag: mit Nagl gratis in den Grazer Dom. Gut, den Dom gibt's jede Woche zum Nulltarif, wenn man sich der Kollekte verweigert.

Dennoch: Gratis war die Parole der Stunde. Nur die beiden Umsonst-Zeitungen, das Styria-Projekt OK und der steirische Ableger von Eva Dichands Heute, hatten letzte Woche keine gute und wurden eingestellt. Ganz umsonst waren die Blätter natürlich auch nicht. Styria-Chef Horst Pirker hat gestanden, dass der Dichand-Abwehrkampf "mehr als die medial kolportierten fünf Millionen Euro" gekostet hat. Die medienpolitischen Kollateralschäden gar nicht eingerechnet.

Gratis kostet eben. Wie viel kostet gratis? Flecker hat für sein Rockmusikfilmfestival 50.000 Euro springen lassen. Dafür kann man fast ein Musicalfestival am Schloßberg

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