Kühl gegen den Terror

Vorwort | Raimund Löw | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

AUSLAND Der neue englische Premierminister hat auch ein neues Rezept zur Bekämpfung von Terrorismus: verbale Deeskalation.

Gordon Brown hat vernünftige Mitarbeiter. Als in den frühen Morgenstunden des 29. Juni das erste mit Benzinkanistern und Nägeln gefüllte Auto beim Picadilly Circus gefunden wurde, ließen sie den Premierminister schlafen. Der Chef soll am nächsten Morgen zwar wütend gewesen sein. Aber Browns öffentliche Auftritte nach den gescheiterten Terroranschlägen waren Muster ernster Sachlichkeit. Nach den theatralischen Gesten Tony Blairs wusste die britische Öffentlichkeit die Zurückhaltung zu schätzen. Die Zustimmung zu dem anfangs skeptisch aufgenommenen neuen Regierungschef schnellte in die Höhe. Vom "Krieg gegen den Terrorismus", dem langjährigen Fundament der Politik von George Bush und Tony Blair, war nicht die Rede. Ein Sprecher von Downing Street 10 bestätigte, dass der Premierminister auch in Zukunft nicht die Absicht hat, den verhängnisvollen Begriff


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