Schön war's

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

AFFÄRE Warum der Bawag-Ankläger Ronald Schön, einer der mächtigsten Wiener Staatsanwälte, plötzlich demontiert wurde.

Weil er seine Anklagen schnell, präzise und schonungslos verfasste, nannten sie ihn "Staatsanwalt Kalaschnikow". In seinem Büro im Wiener Landesgericht türmten sich die Akten der größten Wirtschaftsverbrecher. Dahinter stand ein Piano. Auf dem Klavier spielte Ronald Schön, 63, gerne Mozart. "Zum Leidwesen meiner Zimmernachbarn", wie der Opernenthusiast einmal gestand.

Die Zimmernachbarn haben nun Ruhe. Vergangene Woche verschwand Schön in den Krankenstand. Kurz zuvor wurde er als Leiter der sogenannten "Wirtschaftsgruppe" abgesetzt. Man habe Schöns Treiben lange zugesehen, sagt ein Kollege, doch diesmal habe es "der Ronni" so richtig übertrieben. Ein anderer Hofrat sagt: "Mir rutscht keine Träne aufs Gilet. Endlich ist er weg."

Ronald Schön war bis vor kurzem der Chef jener mächtigen Abteilung im Grauen Haus, die sich um Korruptionsfälle kümmert. Gerhard


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