Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

Ein Mann bringt sich absichtlich ins Gefängnis, um wieder auszubrechen. Denn in dem Häfen sitzt sein unschuldig zum Tode verurteilter großer Bruder. Also lässt sich der smarte Statiker Michael Scofield bei einem Banküberfall erwischen und einlochen - praktischerweise war er einst an der Planung der "Fox River State"-Strafvollzugsanstalt beteiligt und hat sich die gesamten Baupläne in kunstvollen Motiven versteckt auf den Oberkörper tätowieren lassen. Michael legt sich mit Rassisten, Vergewaltigern, Mördern und sadistischen Wärtern an - nur um mit Bruder Lincoln türmen zu können, der in ein Staatskomplott getappt war und jetzt als Mörder des Bruders der US-Vizepräsidentin ziemlich blöd dasteht. Abgedreht, clever, reißerisch und verdammt spannend, das ist die neue US-Serie "Prison Break" (Do, 22.15 Uhr, RTL), dagegen schaut "24" alt aus. Selten sah man im Fernsehen einen so schick tätowierten Oberkörperbesitzer, der auch noch schlau und ein guter Kerl ist. Eine Serie mit andauernd erhöhtem Adrenalinspiegel, die auf ein einfaches, aber effektives Erfolgsrezept setzt: Testosteron.


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