Welt im Zitat

Kultur | aus FALTER 28/07 vom 11.07.2007

Die Botschaft

Es ist eine seltsame, absurde, ja atemlose Erfahrung, diesem Theater der Travestie, dem chamäleonartigen Spiel der Masken, in der chronologischen Folge einer sozusagen historisch erstarrten Retrospektive zu begegnen. (…) Nicht einmal Emotionen zeigen diese autistischen Travestien, denn mit ganz wenigen Ausnahmen sind die Physiognomien sprachlos. (…) Die menschliche Person existiert nur als ihre eigene Verkleidung. Das ist die postmoderne Botschaft von Cindy Shermans Travestien. (…) Cindy hat in ihren Travestien fast alle denkbaren Rollen der Frau vorgeführt (…) Doch diese historischen Travestien sind andererseits von einer unwiderstehlichen Komik, ironisieren den gebildeten Kult der verehrten Meisterwerke. (…) Cindy figuriert als hermaphroditischer Clown, eine Gestalt zwischen den Geschlechtern, die aus dem Zirkus zu kommen scheint. Die Travestien enden in der komischen Maske.

Danke, Süddeutsche Zeitung. Wir notieren also: Cindy (Sherman) = Travestie.

Von aller Welt verkannt

Salzburgs Olympiavertreter müssen sich keinen Vorwurf machen. Mit großer Bravour haben sie in Guatemala eine ausgezeichnete Präsentation hingelegt. Doch Salzburg ist mit seiner ehrlichen, sympathischen, charmanten, emotionalen Bewerbung gescheitert.

Die Salzburger Nachrichten fassen es nicht, dass das IOC bei der Vergabe der Olympischen Spiele 2014 die Vorzüge Salzburgs übersah.

Alles Scheiße

Chilli: Ihr hattet letztes Jahr einen Auftritt während der Fußball-WM in Berlin. Gibt es viele Unterschiede zwischen dem österreichischen und dem deutschen Publikum?

Michelle Luttenberger: Es gibt in Deutschland ein Scheiß-Publikum und es gibt in Österreich ein Scheiß-Pubikum, so wirklich unterscheiden kann man nicht.

Chrissi Klug: Genau, unterscheiden kann man nicht, denn es gibt in jedem Land die gleichen Sorten von Publikum.

Das Duo Luttenberger Klug im Interview mit www.chilli.cc


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